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Gnawa-Musikfestival: Der Rhythmus Nordafrikas

Das Gnawa-Musikfestival in der marokkanischen Stadt Essaouira hat Künstler aus dem ganzen Land gefeiert, die jahrhundertealte Musiktraditionen pflegen. Gnawa sind eine ethnische Minderheit in Marokko. Musiker aus der ganzen Welt waren eingeladen, gemeinsam mit den Gnawa zu performen. Zu den Highlights zählte diesmal der energiegeladene Auftritt von Susheela Raman - ihre Lieder beruhen auf den geistlichen Musiktraditionen Indiens und Pakistans. Sie stand beim Festival zusammen mit Maâlem Hamid El Kasri auf der Bühne - einem der führenden Gnawi in Marokko. Hamid El Kasri spielte im Alter von sieben Jahren zum ersten Mal Gnawa-Musik. Es war der zweite Mann seiner Großmutter - ein ehemaliger sudanesischer Sklave - durch den er seine Leidenschaft für die Gnawa-Musik entdeckte. "Trance-artige Zustände sind ein wichtiger Teil der Musik" Die 45 Jahre alte Singer-Songwriterin Raman lebt in London und hat ein feines Gespür für rituelle Trance-Klänge: "Ich mag interkulturelle Zusammenarbeit, deshalb ist es sehr aufregend für mich, hier in Marokko zu sein. Mich fasziniert rituelle Musik - in Trance zu sein beeinflusst die Art und Weise, wie ich englische Texte schreibe. Trance-artige Zustände sind also ein sehr wichtiger Teil der Musik." Musik als Sprachrohr Es sind große internationale Stars beim Festival: "Tinariwen" zum Beispiel - eine mit einem Grammy ausgezeichnete Gruppe von Tuareg-Musikern aus der Sahara-Wüstenregion im Norden Malis. Ihre Musik gilt als Sprachrohr der Tuareg-Rebellen, die für die Unabhängigkeit der nördlichen Region Malis kämpfen. "Wir überbringen die Botschaft der Tuareg der Sahara-Wüste", so Abdallah Ag Alhousseyni, Mitgründer von "Tinariwen". "Der Kern unserer Musik ist es, die Menschen auf der ganzen Welt darüber zu informieren, wer die Tuareg sind und welche Probleme sie haben." "Tinariwen" spielten mit Mustafa Baqbou - er arbeitete bereits mit internationalen Stars wie Marcus Miller, Pat Metheny und Santana zusammen. Maâlem Mustapha Baqbou sagt: "Die Gnawa-Kultur fristete lange ein Schattendasein - jetzt ist sie international bekannt. Hoffentlich trägt die junge Generation sie weiter und schützt sie, damit diese Kultur weiter wächst." Den Schlusspunkt des diesjährigen Gnawa-Musikfestivals in Essaouira setzte die Reggae-Fusion-Band "Third World" aus Jamaika.

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