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Island erklärt Gletscher für tot

Mit einer feierlichen offiziellen Zeremonie ist in Island der erste Gletscher für "tot" erklärt worden. Der 700 Jahre alte Okjokull ist ein Opfer der Erderwärmung geworden. Vor Ort wurde eine Gedenktafel enthüllt. An der Abschiedszeremonie nahmen rund 100 Menschen teil, darunter zahlreiche Wissenschaftler und Forscher und auch Islands Regierungschefin Katrin Jakobsdottir. Mit 15 Metern Eisdicke ist der Gletscher zu leicht geworden, um sich vorwärts zu schieben. In rund 130 Jahren hat er 35 Meter an Eisdicke verloren. Dazu Umweltminister Gudmundur Gudbrandsson: "Ich habe mich heute von dem Gletscher verabschiedet und habe versprochen, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um zu verhindern, dass dies erneut passiert". "Ich denke, es ist so wichtig, dass sich jeder Regierungschef der Welt dessen bewusst ist. Wir sehen die Auswirkungen der Klimakrise auf der ganzen Welt anders, aber es ist dieselbe Krise. Wir brauchen jetzt eine beispiellose internationale Zusammenarbeit". Anfang des Monats hat der Weltklimarat festgestellt, dass der weltweite Temperaturanstieg über den Landflächen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits bei 1,53 Grad liegt. Schmelzende Gletscher verlieren weltweit nach neuen Schätzungen jährlich rund 335 Milliarden Tonnen Eis.

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