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Labour-Chef Corbyn warnt vor No-Deal-Brexit

In Großbritannien hat Labour-Chef Jeremy Corbyn gewarnt, das Vereinigte Königreich steuere für den Fall eines No-Deal-Brexits auf eine Katastrophe zu. Er forderte, das Volk entscheiden zu lassen, denn die Dinge hätten sich geändert. Corbyn sagte: "Wenn im Herbst eine Wahl stattfindet, dann wird die Labour-Partei sich dafür einsetzen, dass das Volk noch einmal über alle Optionen abstimmen kann, inklusive der, in der EU zu verbleiben. Seit drei Jahren müssen wir dem Versagen der Torys beim Brexit zusehen. Deshalb haben viele Menschen ihre Meinung geändert und nichts darf geschehen, ohne dass das Volk es gutheißt." Premierminister Boris Johnson fordert Nachverhandlungen des Brexit-Abkommens. Notfalls will er sein Land ohne Deal aus der Staatengemeinschaft führen. Die "Sunday Times" berichtet unter Berufung auf bislang geheimgehaltene Regierungsdokumente, die britische Regierung rechne für den Fall eines No-Deal-Brexits mit Lebensmittelengpässen und einem Mangel an Medikamenten und Benzin. An der Grenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland wird zudem mit starken Protesten gerechnet. Johnson meint, er werde die EU zu Nachverhandlungen bewegen können: "Natürlich sind unsere Freunde auf der anderen Seite des Kanals noch etwas bockig. Aber sie werden schon noch umdrehen. In der Zwischenzeit bereiten wir uns auf einen No-Deal-Brexit vor." Laut dem Bericht nehme die Regierung bei einem Ausstieg ohne Abkommen einen Zusammenbruch der Häfen, eine harte Grenze zur Republik Irland und steigende Sozialkosten in Kauf. Die EU sieht sich gut gerüstet für den Fall eines Brexits ohne Abkommen Ende Oktober. Sie betonte, die Auswirkungen seien in einem Binnenmarkt mit künftig noch etwa 450 Millionen Verbrauchern weit geringer als in einem einzelnen Land mit rund 66 Millionen Menschen.

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