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Nach blutigem Putschversuch: Ist die Lage in Äthiopien unter Kontrolle?

Bei einem Putschversuch in Äthiopien sind ein Regionalpräsident und der Chef der Streitkräfte getötet worden. Nach Angaben des Ministerpräsidenten Abiy Ahmed wurde der Militärchef von seinem Leibwächter in der Haupstadt Addis Abeba ermordet. Ein General, der ihn gerade besuchte, starb ebenfalls. Putschversuch In der Verwaltungsregion Amhara im Norden des Landes hatten Angreifer zuvor versucht, die Macht an sich zu reißen. Beide Vorfälle stehen offenbar in Verbindung. Hinter der Ermordung des Regionalpräsidenten steckt laut Regierung der Chef der Sicherheitskräfte der Verwaltungsregion. Der ist offenbar auf der Flucht. Das Internet wurde in Äthiopien weitgehend abgeschaltet. Konflikte zwischen ethnischen Gruppen Beobachtern zufolge ist die jüngste Eskalation auf die schwere Krise zurückzuführen, die Äthiopien durchmacht. Der im vergangenen Jahr gewählte Ministerpräsident setzte zwar wichtige Reformen durch. Er ließ politische Gefangene frei und hob das Verbot einiger Oppositionsgruppen auf. Allerdings herrschen im Vielvölkerstaat Äthiopien viele Konflikte zwischen ethnischen Gruppen, die im vergangenen Jahr erneut aufflammten.

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