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Notre-Dame: Aufbau in nur 5 Jahren?

Notre Dame, das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt, soll wieder in voller Pracht aufgebaut werden. das durch einen Brand schwer beschädigte Nationaldenkmal soll in nur fünf Jahren schöner als je zuvor sein. Schon kurz nach dem Ausbruch des Feuers am Montag Abend hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dies versprochen - zwischenzeitlich legte er noch nach: das durch einen Brand schwer beschädigte Nationaldenkmal soll in nur fünf Jahren schöner als je zuvor sein. Doch Fachleute sind da skeptisch. Es wird nun erstmal einige Zeit dauern die Schäden, die das die ganze Nacht wütende Feuer angerichtet hat, zu begutachten. Sicher ist: der Dachstuhl aus Holz ist komplett zerstört und auch das Löschwasser hat sicher große Schäden angerichtet. Vor allem der Zustand des Mauerwerks in Notre-Dame ist dafür entscheidend, wie schnell die Arbeiten an dem Jahrhunderte alten Bauwerk beginnen können. Roger Lewis, emeritierter Professor für Architektur, University of Marylan: "Fünf Jahre sind realistisch für bestimmte Gebäudeteile, insbesondere für das Dach. Die Dachkonstruktion bestand aus Holzbalken. Das kann rekonstruiert werden, wahrscheinlich sogar in weniger als fünf Jahren. Aber bevor überhaupt irgendetwas passieren kann, muss zunächst sichergestellt werden, dass alles stabil ist und dass es sicher ist, in das Gebäude hinein zu gehen und sich darin zu bewegen." Im Wiener Stephansdom, der am Ende des Zweiten Weltkrieges drei Tage lang brannte und dabei weit stärker beschädigt worden ist, als jetzt Notre-Dame, wurde das Dach durch eine feuerfeste Stahlkonstruktion ersetzt. "Zu Ende des Zweiten Weltkriegs, der Stephansdom war weit stärker zerstört, dauerten die Wiederaufbauarbeiten sieben Jahre. Es dauerte vier Jahre, bis das Dach wieder aufgebaut und geschlossen war aber noch Jahrzehnte später haben wir kleine Schäden behoben", so der Vorsitzende der Vereinigung der Europäischen Dombaumeister Wolfgang Zehetner. Laut ihm könnte ein weiteres großes Hindernis beim Wiederaufbau auch der Fachkräftemangel werden. Und: Ein über 850 Jahre altes Bauwerk wieder aufbauen - das kostet richtig Geld. Deswegen werden bereits fleißig Spenden gesammelt. Dabei sind bisher schon fast eine Milliarde Euro zusammengekommen - gespendet von einigen französischen Milliardärden oder anderen Grosspendern - aber auch von Privatmenschen aus der ganzen Welt.

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