Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

"Slum geschlossen": Flüchtlingslager am Ärmelkanal geräumt

Französische Sicherheitskräfte haben erneut ein Flüchtlingslager in Grande-Synthe bei Dünkirchen am Ärmelkanal geräumt. Dabei wurden eine Turnhalle und das angrenzende Gelände evakuiert. Alle seien froh gewesen, diesen Slum zu verlassen, so der Präfekt der Region Hauts-de-France Michel Lalande nach der Räumung. Man dem ein Ende bereitet, und das sei eine gute Sache für das Gesetz und die Menschenrechte. Betroffen waren rund 1.000 Menschen, die mit Bussen in Aufnahmeeinrichtungen vorwiegend im Norden des Landes gebracht wurden. In dem Camp lebten vor allem Kurden aus dem Irak, die von Nordfrankreich aus nach Großbritannien gelangen wollen. Vertreter von Hilfsorganisation nannten es sinnlos, die Menschen in andere Auffanglager zu bringen. "Dort, wo man sie hingebracht hat, werden sie etwas essen und duschen", sagt Claire Millot von der Organisation Salam. "Manche sind schon morgen wieder da, andere in zwei Wochen. Wieder andere gehen nach Belgien, nach Calais oder in die Normandie. Aber nichts wird sie davon abbringen, es wieder zu versuchen. " Die Räumung war aufgrund der Entscheidung des Verwaltungsgerichts der Stadt Lille erfolgt. Die Gemeinde Grande-Synthe hatte Probleme mit der Sicherheit und der Hygiene geltend gemacht. Die 2018 zur Verfügung gestellt Turnhalle war völlig überbelegt. In der Region an der Ärmelkanalküste sammeln sich immer wieder Migranten, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen. Im Oktober 2016 hatten die Behörden ein riesiges Elendslager in Calais geräumt, den berüchtigten "Dschungel". Grande-Synthe liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie davon entfernt.
image beaconimage beaconimage beacon