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#EUroadtrip: Griechischer Wein und Käse

Unsere Rundreise durch Europa führt uns heute nach Metsovo. Das kleine Städtchen liegt in Epirus, einer Region im Nordwesten Griechenlands. Die Gegend ist bekannt für ihre schönen Berge, aber auch für ihre Armut. Die Arbeitslosigkeit ist hier sehr hoch und die Region leidet unter der Landflucht. Wie anderswo in Griechenland bringt der Tourismus das Geld in den Ort, der dank seiner alten Steinhäuser, der schönen Landschaft und vieler traditioneller Produkte als Ferienort beliebt ist. Wir besuchen ein Weingut, das seit drei Generationen in Familienbesitz ist. Alexandros, der heutige Besitzer, ist in Athen aufgewachsen. Doch vor einem Jahr hat er sein Leben in der Hauptstadt aufgegeben, um den Familienhandel zu übernehmen. Alexandros Ioannou: "Auch während der Krise ist der Tourismus immer weiter angestiegen, das ist also ein potentielles Einkommen für uns. Ich bin hierher gezogen, um dazu beizutragen, dass der Bereich Tourismus noch weiter wächst. Ein weiterer potentieller Markt für uns ist natürlich der Export." Eine halbe Millionen Flaschen griechischer Wein werden hier jedes Jahr produziert. Ein Fünftel davon wird exportiert. Das Unternehmen will dank Fachwissen und wettbewerbsfähiger Preise diesen Anteil in der Zukunft noch ausbauen. Obwohl Alexandros nicht glaubt, dass die Politik Unternehmen wie dem seinen wirklich helfen wird, will er trotzdem bei den bevorstehenden EU-Wahlen abstimmen. Alexandros Ioannou: "Ich bin für Europa, aber meiner Meinung nach wurden auf beiden Seiten Fehler gemacht. Der Internationale Währungsfond und die Europäische Union haben die Krise in Griechenland nicht verstanden und die griechischen Politiker haben bei der Umsetzung der sogenannten Lösung wirklich schlechte Arbeit geleistet. Ich werde wahrscheinlich wählen, aber ich glaube nicht, dass es einen großen Einfluss auf das hat, was hier passieren wird." Wir schauen uns einen weiteren Traditionsbetrieb in Metsovo an. In dieser Fabrik wird eine andere lokale Spezialität produziert: Käse, insgesamt fünf verschiedene Sorten. Um jährlich 170 Tonnen Käse herzustellen, beschäftigt die Fabrik derzeit etwa 20 Mitarbeiter. Der Hochschulabsolvent Alexandros ist einer von ihnen. Alexandros Tsourekas: "Ich habe an der Universität studiert, bin aber wegen der Krise hierher gekommen. Unter anderen Umständen könnte ich in einer Stadt arbeiten oder mein Studium fortsetzen, einen Master oder einen Doktortitel machen." Die Gehälter sind wirklich zu niedrig, um an einem anderen Ort leben zu können - selbst in der nächsten Stadt 50 Kilometer von hier entfernt. Es ist wirklich schwierig. In der Regel liegen die Gehälter bei maximal 600 bis 700 Euro, hier ist das Gehalt sehr gut: rund 1000 Euro." Fabrikdirektor Giorgos ist überzeugter Unterstützer der EU. Seiner Meinung nach sollte die griechische Wirtschaftskrise als Weckruf für die Produzenten dienen. Giorgos Tsompikos: "In all diesen Jahren hat die Europäische Union den Bauern mit den Subventionen sehr geholfen. Leider hat unser Land diese Mittel nicht richtig verwendet, um uns weiterzuentwickeln. Kleine Unternehmen sind das Rückgrat der griechischen Wirtschaft, doch für viele ist eine vollständige wirtschaftliche Erholung noch in weiter Ferne. Dieser Artikel ist Teil einer Serie von Euronews. Die anderen Geschichten finden Sie in unserer Übersicht: #EUroadtrip | Euronews berichtet vor den Europawahlen aus der EU

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