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Trotz Verbot: "Sea Watch 3" fährt in italienische Gewässer ein

Die "Sea Watch 3" ist trotz eines Verbots in italienische Gewässer gefahren. Nach zwei Wochen des Ausharrens seien die Migrantinnen und Migranten an Bord erschöpft, so die Kapitänin Carola Rackete. Sie wolle sie jetzt nach Lampedusa in Sicherheit bringen, sagte sie laut "Sea Watch". Italiens Innenminister Matteo Salvini, der den Eintritt per Dekret verboten hatte, reagierte auf Facebook: "Wir warnen sie: Wir werden alle demokratischen Mittel nutzen, um diese grobe Missachtung des Gesetzes zu stoppen. Die niederländische Regierung wird sich verantworten müssen, die deutsche auch, weil die Organisation und die Besatzung deutsch sind. Ich habe die Schnauze voll und ich spreche für 60 Millionen Italiener." "Sea Watch" riskiert eine Strafe von bis zu 50.000 Euro. Die Organisation wollte die Anlandung in Italien mit einem Eilantrag vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erreichen, scheiterte damit aber am Dienstag . Die "Sea Watch 3" hatte vor Libyen 53 Migranten aufgenommen und schwimmt seit zwei Wochen in internationalen Gewässern. Elf Flüchtlinge bekamen aus gesundheitlichen Gründen die Erlaubnis, an Land zu gehen.

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