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"Unvorstellbare Tragödie": 39 Leichen in LKW bei London entdeckt

Ein Teenager, 38 Erwachsene Ein grausiger Fund erschüttert Großbritannien: Im Anhänger eines LKWs wurden 39 Leichen entdeckt. Der Fahrer, ein 25 Jahre alter Mann aus Nordirland, wurde festgenommen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet. Die Hintergründe der Tragödie liegen noch weitgehend im Dunkeln. Klar scheint bisher, dass der LKW am vergangenen Samstag die Grenze nach Großbritannien überquert hatte. Offenbar begann er die Fahrt in Bulgarien. Die Sanitäter hatten die Polizei gegen 2.40 Uhr (MESZ) in der Nacht zum Mittwoch informiert. Sie konnten aber niemandem mehr im Container helfen. Pippa Mills von der Polizei sagte: "Die Rettungsdienste waren vor Ort, leider waren aber alle 39 Personen in dem Anhänger verstorben. Erste Anzeichen deuteten darauf hin, dass einer von ihnen ein Teenager war, die anderen waren Erwachsene. Dies ist eine furchtbare Tragödie, und es ist ein sehr trauriger Tag für die Polizei und die örtliche Gemeinschaft. Wir werden mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um zu ermitteln, was zu diesen Todesfällen geführt hat." Auch das Parlament zeigt sich betroffen. Innenministerin Priti Patel teilte mit, sie sei erschüttert und traurig. Und Premierminsiter Boris Johnson sagte: "Dies ist eine unvorstellbare und herzzerreißende Tragödie. Ich weiß, dass die Gedanken und Gebete aller Parlamentarier bei denen, die ihr Leben verloren haben sind, und bei den Angehörigen." Johnson forderte, die Verantwortlichen rasch zur Rechenschaft zu ziehen. Ungewöhnliche Route genommen Der LKW mit den Leichen stand in einem Industriegebiet der Stadt Grays, die östlich von London in der Grafschaft Essex liegt. Sollte er tatsächlich aus Bulgarien kommen, so hat der LKW laut Frachtexperten eine ungewöhnliche Route genommen, denn er fuhr bisherigen Erkenntnisen nach per Fähre über Holyhead in Wales nach Großbritannien. Die Kontrollen bei diesem Umweg seien nicht so streng wie bei der kurzen Strecke zwischen dem französischen Calais und dem englischen Dover im Ärmelkanal. Nun werden die Toten obduziert, und es wird versucht herauszufinden, woher die Verstorbenen stammten. Einige Beobachter vermuten, dass es sich um illegale Migranten handelt, da diese immer wieder in LKWs nach Europa geschleust werden. Schon mehrfach endeten solche Fahrten tödlich. Im Februar 2017 waren 69 Migranten in Libyen vier Tage lang in einem Container eingepfercht. 13 von ihnen kamen ums Leben, unter ihnen ein 13 Jahre altes Mädchen und ein 14-jähriger Junge. Für internationales Aufsehen sorgte eine Entdeckung im August 2015 in Österreich. 71 tote Flüchtlinge, darunter vier Kinder, wurden in einem Kühllaster aus Ungarn 50 Kilometer südlich von Wien gefunden. Vor 19 Jahren fand die Polizei 58 tote Chinesen in einem Lastwagen-Container im englischen Hafen von Dover am Ärmelkanal.

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