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Massenprotest der "Sardinen"-Bewegung in Rom

Zehntausende Menschen sind in Rom gegen Rechtspopulismus auf die Straße gegangen. Die Kundgebung auf der Piazza di San Giovanni in der italienischen Hauptstadt ist der bisherige Höhepunkt der sogenannten "Sardinen"-Bewegung. Sie entstand als Protest gegen die rechte Lega-Partei in Bologna, deren Chef Matteo Salvini, dort eine Wahlkampfkundgebung abhielt. Ziel war es, mehr Menschen zusammenzubringen als Salvini und den größten Platz der Stadt eng gedrängt wie Sardinen zu füllen. Nun wollen die Aktivisten den Sieg der Lega bei den Kommunalwahlen im Januar in der Emilia Romagna verhindern. Dazu Andrea Gareffa, Mitbegründer der "Sardinen"-Bewegung: "Unser Feind im Moment ist die Eile und der Versuch, Fragen zu beantworten, die wir nicht beantworten können oder Versprechungen zu machen, die wir nicht erfüllen können. Wir sind heute hier auf dem San Giovanni-Platz und werden auch morgen hier sein. Dann sind wir in der Emilia Romagna, um uns auf die Themen zu konzentrieren, die uns betreffen. Ich hoffe, dass all diese Energie nicht verschwendet wird, aber wie gesagt, ein Schritt nach dem anderen". Ziel ist es, nicht nur die rechtspopulistische Lega zu besiegen, sondern auch ähnliche Parteien in ganz Europa. "Erst vor zwei Monaten organisierte Matteo Salvini auf diesem Platz ein Treffen der rechtsextremen Partei. Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob die "Sardinen" die Anhänger von Salvini übertroffen haben. Aber klar ist, dass die Menschen, die sich heute dem Protest angeschlossen haben, das Vertrauen gefunden haben, ihre Meinung zu äußern". "Die Leute brauchten jemanden, der damit anfing. Viele Menschen wollten schon lange sagen, dass es jetzt reicht. Sie wollen diese Art von Politik nicht". "Wir fühlten uns verloren. Wir gehen zur Wahl, weil wir abstimmen müssen. Aber nun machen wir das Beste aus einer schlechten Situation. Diese Bewegung wurde geschaffen, um die Lücke zu schließen". Nach dem Protest in Rom werden die "Sardinen" über ihre Zukunftspläne diskutieren.Die Frage ist, ob sie irgendwann eine politische Partei bilden werden oder nicht. Salvinis Lega ist in Umfragen mit gut 30 Prozent die mit Abstand stärkste Partei in Italien.Der frühere Innenminister hofft auf einen Erfolg in der Region Emilia-Romagna, einer traditionellen Hochburg der Linken. Die "Sardinen"-Bewegung wird nun mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, den Rechtspopulisten Stimmen abzunehmen.

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