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Dürre-Folgen: Erste Hilfe für Stadtbäume im erneut zu trockenen Sommer

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 25.05.2020 Stefanie Schmidt
Uschi Kundt und Ralf Bell beim Gießen eines Baumes vor dem InfoTreff der Naturschutzverbände. © Nabu/BUND Uschi Kundt und Ralf Bell beim Gießen eines Baumes vor dem InfoTreff der Naturschutzverbände.

Mit einer Art Baumpartnerschaft wollen die Naturschutzverbände Nabu und BUND Leverkusen den Stadtbäumen helfen, die – wie schon im letzten Sommer – erneut stark unter der Trockenheit leiden. „Wir würden uns freuen, wenn jeder Leverkusener sich einen Baum in seiner Nähe aussuchen und sich darum kümmert, dass er in diesem Sommer ausreichend Wasser bekommt“, wünscht sich Regine Kossler, Kreisgruppensprecherin des Bundes Umwelt- und Naturschutz Leverkusen.

„Stadtbäume erfüllen gerade in den dicht bebauten Innenstädten äußerst wichtige Funktionen. Sie spenden in heißen Sommern Schatten, sie schützen vor Wind und Regen, lassen die Jahreszeiten erleben und sind Lebensort für unzählige Tiere“, erklärt Kossler.

Bäume verringern zudem die Schadstoffbelastung in der Luft und schwächen mit ihren dicht belaubten Kronen vor allem im Sommer die Schallreflexion zwischen den Häuserzeilen ab. Zudem wirken sie wie kleine Klimaanlagen in der Stadt: Sie senken nachweisbar die Umgebungstemperatur um bis zu 10° Celsius. Der Erhalt von Straßen- und Parkbäumen ist daher eine der wichtigsten Aufgabe zur Anpassung an die Klimaerwärmung in der Stadt.

Allerdings haben die Bäume ohnehin schon zu kämpfen: mit Bodenverdichtung, zu kleinen Baumscheiben und Belastung durch Schadstoffe. Der leichte Regen der letzten Monate reicht kaum aus, die Stadtbäume ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Wer einem Baum helfen möchte, dem gibt Kossler folgende Tipps:

■Die beste Zeit zum Gießen sind die frühen Morgenstunden, dann kann der in der Nacht abgekühlte Boden Feuchtigkeit am besten absorbieren. Alternativ kann auch in den späten Abendstunden gegossen werden, wenn die Sonne untergegangen ist.

■Ausgewachsene Bäume sollen einmal pro Woche mit zwei bis drei Eimern Wasser gegossen werden, wenn möglich natürlich mit Regen- oder Brauchwasser. Einmal wöchentlich eine große Menge Wasser zu gießen ist effektiver als täglich eine kleine Menge, denn nur so erreicht das Wasser auch die tiefen Wurzeln.

■Ältere Bäume sollten unter der Baumkrone, aber mit etwas Abstand zum Stamm gegossen werden. Denn ihre Wurzeln breiten sich – ähnlich wie ihre Zweige in der Baumkrone – sehr weitläufig unter der Erde aus. Anders ist es bei jungen Bäumen. Diese werden mit einer relativ kleinen Wurzel eingepflanzt und können das Wasser deswegen nur nah am Stamm aufnehmen.

■Nicht auf einmal gießen: Weil die Erde um die Straßenbäume herum verdichtet ist, sollte das Wasser nicht auf einmal vergossen werden. Ein Eimer Wasser lockert die Erde erst einmal auf. Danach kann das restliche Wasser besser einsickern und kommt dort an, wo es hin soll: an die Wurzeln. Gießringe um den Baum können das Wasser länger in Baumnähe halten, oftmals ist ein Ring aus Erde rund um den Baum schon ausreichend.

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