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Frost kehrt zurück: Wir steuern auf den kältesten Mai aller Zeiten zu

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 09.05.2019 berliner-zeitung
Hobbygärtner sollten in den kommenden Tagen genau auf die Nachttemperaturen achten: Frost droht die aufgeblühten Pflanzen erfrieren zu lassen. © dpa (Symbolbild) Hobbygärtner sollten in den kommenden Tagen genau auf die Nachttemperaturen achten: Frost droht die aufgeblühten Pflanzen erfrieren zu lassen.

4,5 Grad: Soviel liegt zwischen den bislang gemessenen Mai-Temperaturen und dem langjährigen Mittel für den angeblichen Wonnemonat. Das ist aus zweierlei Gründen bemerkenswert: Mehr als ein Jahr lang waren bislang sämtliche zurückliegenden Monate zu warm. Und nun ein Monat, der aus genau aus dem entgegengesetzten Grund in die Wettergeschichte eingehen könnte: Noch nie wurde ein derart kalter Mai gemessen - zumindest in den abgelaufenen Tagen des Monats.

Eisigster Mai seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen?

Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) relativiert, dass sich die Temperaturen im Laufe des Monats ja noch deutlich steigern könnten. „Noch kann man das heute nicht sicher sagen. Doch würde der Monat auch am 31. Mai noch diese Abweichung aufweisen, dann wäre es tatsächlich der kälteste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881."

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Die Großwetterlage ist derzeit kräftig in Bewegung: Tief im Südwesten über der iberischen Hitzewelle brandet in diesen Tagen die erste Hitzewelle des Jahres an. Temperaturen bis an die 40-Grad-Grenze werden erwartet. 

„Wir können von dieser Hitze nicht profitieren"

Beeinflusst diese vielleicht auch bald unser Wetter? Für alle Sonnenfreunde hat Wetterexperte Jung eine unangenehme Nachricht parat: „Wir können in Deutschland von dieser Hitze nicht profitieren." Stattdessen geht es nach den relativ milden Tagen in unserer Region mit dem kühlen Wetter weiter. „Der Bibber-Mai geht weiter. Es bleibt in Deutschland bis Monatsmitte wechselhaft und viel zu kühl. Am Sonntag und Montag ist sogar wieder Nachtfrost möglich", so Dominik Jung.

Was ist da nur los? Vor einem Jahr zeigte das Thermometer Spitzenwerte von 30 Grad und mehr an. Inzwischen können wir froh sein, wenn wir überhaupt noch die 20-Grad-Marke erreichen.

Schauer, Gewitter, Windböen

Bei 19 Grad ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Donnerstag das Ende der Fahnenstange in unserer Region - und das auch nur im Elbe-Elster-Kreis. Im Nordosten reicht es nur noch für 15 Grad. Dazu blühen uns örtlich Schauer und sogar Gewitter - und in Gewitternähe können kräftige Windböen bis zu 55 km/h auftreten.

Ebenso wechselhaft geht es die Folgetage weiter. Und nachts werden die Temperaturen wieder spürbar einbrechen: In der Nacht zu Sonnabend erwartet der DWD örtlich erneut Bodenfrost. Und auch die neue Woche beginnt mit örtlich frostigen Nachtwerten.

Am Sonntag geht es dann auch mit den Höchsttemperaturen weiter nach unten: Maximal 14 Grad sind dann noch drin, in der neuen Woche örtlich wohl noch weniger.

Immer wieder neue Schauer

Neben der Kälte gibt es noch eine weitere Abweichung vom Trend der vergangenen Monate: Dieser Monat ist regional sehr feucht. Davon haben wir im Osten bislang noch nicht soviel mitbekommen wie die Menschen im Westen und Süden. Stellenweise fielen dort in den vergangenen 24 Stunden bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter.

In Berlin und Brandenburg ist uns Starkregen bislang erspart geblieben, aber auch hier gibt es immer wieder Nachschub an örtlichen Schauern, so dass die große, flächendeckende Dürre im Moment jedenfalls kein drängendes Thema mehr ist.

Sommertemperaturen selbst in Moskau

Die Wetterlage ist wirklich kurios: In einigen Regionen Deutschlands werden wir tagsüber nicht einmal die 10-Grad-Marke erreichen. In Spanien werden Urlauber und Einheimische bei 37 oder 38 Grad schwitzen. Aber selbst in Moskau erwartet Wetterexperte Jung in den kommenden Tagen bis zu 27 oder 28 Grad! „Nur bei uns in Deutschland ist der Mai fast schon spätwinterlich", so Dominik Jung. JSt

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