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Kachelmann: Unwetterfront war Tage vor der Flutkatastrophe erkennbar

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL vor 4 Tagen Francesco Collini

Bei der Flutkatastrophe im vergangenen Juli starben 135 Menschen. Wetterexperte Jörg Kachelmann sagte nun vor dem U-Ausschuss in Mainz, dass das heftige Unwetter schon Tage davor erkennbar war.

© Arne Dedert / dpa

Hätte man die Flutkatastrophe von Mitte Juli vorhersehen können? Nach Ansicht des Wetterexperten Jörg Kachelmann hatte sich die Gefahr einer Extremwetterlage in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – speziell in der Eifel – schon drei Tage vor dem Desaster erstmals abgezeichnet. Am Vormittag des 14. Juli und damit Stunden vor der Sturzflut der Ahr sei klar gewesen, dass in der Eifel Bäche und Flüsse an den Oberläufen »bereits voll sind«.

Und im Regenradar sei erkennbar gewesen, »dass am Abend noch viel größere Regenmengen sicher heranziehen werden – eine Breitseite«, sagte Kachelmann am Freitag vor dem Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe des Mainzer Landtags. Da sei es nicht mehr um meteorologische Modelle gegangen, sondern um »real existierenden Regen«.

»Niemand muss sterben«

»Es ist immer genug Zeit, das Richtige zu tun«, betonte Kachelmann. »Niemand muss sterben.« Am Montag (12.7.) hätten die Behörden vorsorglich eine Evakuierung vorbereiten und die Bevölkerung in den Tälern vorwarnen können, dass eine solche Maßnahme notwendig werden könnte.

Bei der Flutkatastrophe vom 14. auf dem 15. Juli waren im nördlichen Rheinland-Pfalz insgesamt 135 Menschen gestorben, davon 134 im Ahrtal. Hunderte wurden verletzt und weite Teile des Tals verwüstet.

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